Donnerstag, 18. Dezember 2008

MegaPixel

Zahl der Bildpunkte (Pixel) des Fotochips bei Digitalkameras. Das Mega in Megapixel steht, in Anlehnung an die SI-Einheiten, für Million. Die Punkte einer Zeile des Sensorchips werden mit denen einer Spalte multipliziert (z. B. 8 MP = 3264 x 2448) und je höher der Wert ist, desto mehr Details kann die Kamera aufnehmen, da bei zunehmender Anzahl der Bildpunkte auf gleicher Fläche die Rasterung kleiner wird.

Das steigert natürlich die Bildqualität und führte zum so genannten Megapixelwahn in der Werbung. Und zumindest theoretisch bzw. bis zu einem gewissen Grad stimmt die Annahme mehr Pixel gleich mehr Bildqualität auch, aber mit zunehmender Pixeldichte steigen auch die Probleme, wie die, aufgrund der kleineren Pixelgröße, reduzierte Lichtempfindlichkeit oder das Bildrauschen (Fehlfarben). In den letzen Jahren hat sich die Sensorgröße etwa halbiert, während sich die Anzahl der Pixel etwa vervierfacht hat.

Wer also richtig gute Bilder machen möchte, der sollte neben der Pixelanzahl vor allem auf die Sensorgröße achten, denn je größer desto besser, weil lichtempfindlicher. Die Sensorgröße wird in der Regel als Bruch angegeben, demenstprechen ist die Größe 1/2,5" natürlich deulich kleiner als 2/3".


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Freitag, 12. Dezember 2008

Vignettierung

Die Vignettierung beschreibt die Abdunklung zum Objektivrand. Diese Abschattung entsteht durch das Licht, das im Objektiv durch mehrere Ein- und Austrittsöffnungen (Linsen) muss. Durch die Bündelung des Lichts wird nicht mehr die gesamte lichtempfindliche Fläche (Film, Sensor) gleichmäßig vom Licht beschienen und die Lichtintensität nimmt zu den Rändern hin ab.

Vignettierung
Dieses Bild enstammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.  



Durch Abblenden kann dieser Effekt minimiert werden, was komisch klingt, aber stimmt, man kann es selbst ausprobieren. Allerdings entziehen sich die physikalischen Hintergründe meinem Kenntnisstand und die mir zur Verfügung stehenden Quellen sind für mich in diesem Fall nicht so wirklich hilfreich. Wenn also jemand dieses Phänomen mit einfachen Worten erklären kann, dann wäre das toll, wenn er einen Kommentar hinterlässt, damit nicht nur ich, sondern auch andere etwas davon haben.



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Sonntag, 7. Dezember 2008

Das sollte eine Kamera können

Wer gute Fotos schießen möchte, der braucht nicht nur Talent, sondern auch eine gute Ausrüstung. Das ist klar und gerade jetzt zur Vorweihnachtszeit spielen mit dem Gedanken sich eine neue Kamera zuzulegen. Aber worauf sollte man achten? Ist es unbedingt notwendig ein Megapixel-Monster zu erweben oder reichen auch 4 oder 5 Megapixel aus? Was sollte die Kamera sonst noch können?

Für den absoluten Neueinsteiger lohnt es sich nicht eine digitale Spiegelreflex zu kaufen. Bei diesem Kameratyp wird ein gewisses fotografisches Grundwissen vorausgesetzt und einmal abgesehen davon, sind sie deutlich teurer. Man braucht ja nicht nur die Kamera, sondern auch mindestens ein Objektiv. Also warum viele hundert Euro ausgeben, wenn man noch gar nicht weiß ob einem das Fotografieren Spaß macht. Für Einsteiger ist eine Kompaktkamera am sinnvollsten! Aber welche? So eine kleine flache, die in jede Hemdtasche passt oder doch lieber eine, die „professioneller“ und dicker aussieht, aber dafür auf jeden Fall eigene Tasche benötigt?

Für den absoluten Neuling würde ich eine mittlere Kompaktkamera empfehlen, die gibt es schon für kleines Geld und man kann damit einfach mal ausprobieren, ob einem das Fotografieren wirklich Spaß macht. Falls es nämlich nicht zum neuen Hobby wird, sondern die Kamera nur gelegentlich bei Familienfeiern oder Partys verwendet wird, dann ist die Qualität der Kamera absolut ausreichend und der Preis war niedrig genug. Wenn aber die akute Gefahr besteht, dass die Fotografie zum neuen Hobby werden könnte, dann lohnt sich schon ein etwas tieferer Griff ins Portemonnaie. 

Aber mit dieser Entscheidung geht die Suche erst richtig los. Wie viele Megapixel soll die Kamera haben? Wie groß soll der Sensor sein? Welchen Speicherkartentyp, also SD- oder CF-Karten? Wie groß soll der optische Zoom sein, reicht 3-fach oder soll es 10-fach sein? Mit Bildstabilisator oder ohne? Und wie viele Motivprogramme oder manuelle Einstellmöglichkeiten? Fragen über Fragen, die gut Überlegt sein wollen. 

Schenken Sie den fotografiefremden Features keine Beachtung. Auch wenn der aktuelle Trend zu immer mehr zusätzlichen Funktionen, wie dem eingebauten MP3-Player geht. Auch wenn sie einen Mehrwert schaffen mögen, so doppeln sich die Funktionen doch mit andern elektronischen Begleitern und lenken vom der eigentlichen Aufgabe, gute Fotos zu liefern, ab. Darüber hinaus verbrauchen die Features natürlich zusätzlichen Strom, so dass dann im Zweifelsfall immer dann die Akkus leer sind, wenn ein tolles Motiv auftaucht.

Verfallen Sie nicht dem Megapixelwahn! Je mehr Pixel desto besser stimmt nämlich nicht oder nur bedingt. Richtig ist, dass die Pixel immer kleiner werden und immer mehr auf einen Chip, den Sensor, passen. Aber, je kleiner die Pixel werden und je geringer die Abstände zwischen den Pixeln werden, desto mehr stören sich die Pixel gegenseitig und untereinander. Es kommt zum so genannten Rauschen also leichten Farb- und Helligkeitsschwankungen, welches sich durch bunte Farbflecken bemerkbar macht. Einen guten Artikel dazu gibt es bei Colorfoto.de. Achten sie lieber auf einen möglichst großen Sensor, auch wenn das teurer ist als mehr Megapixel. Eine gute Darstellung der Sensorgrößen bietet der Fotopodcast Happy Shooting.de in einer seiner ersten Folgen

Noch ein paar Tipps:

Motivprogramme helfen dem Einsteiger. Man ist nicht gezwungen die Vollautomatik zu benutzen oder alle Einstellungen (Blende, ISO, Belichtungszeit, Blitz) manuell vorzunehmen. Die Motivprogramme bieten eine gängige Vorauswahl an Einstellungen für häufige Situationen (z. B. Landschaft, Porträt, Sport, Nacht,…) und lassen noch Spielraum für manuelle Einstellungen

Beim Zoom gilt es aufzupassen, nur der optische Zoom kann einen Bildausschnitt ohne Qualitätsverlust vergrößern, der digitale Zoom ist eine Mogelpackung. Er reduziert nur den Bildausschnitt, es stehen also weniger Pixel zur Verfügung und/oder er interpoliert die fehlenden Pixel. Interpoliert bedeutet, dass zwischen zwei Farbpunkte ein dritter Farbpunkt gerechnet wird. Dafür wird, im einfachsten Fall, einfach der Mittelwert zwischen den zwei umgebenden Farben gebildet. Das geht natürlich auf Kosten der Bildqualität.

Zum Verwackeln reicht schon das leichte drücken des Auslösers. Und auch bei Bildstabilisatoren ist Vorsicht geboten, denn nur die mechanischen Stabilisatoren gleichen die Zitterbewegungen der Hände aus. Bei den digitalen Stabilisatoren erfolgt, wie beim digitalen Zoom, nur eine Veränderung der Einstellungen. Dabei wird die Empfindlichkeit angehoben und so lediglich die Belichtungszeit verkürzt, aber nicht die Bewegung des Bildes auf dem Sensor unterbunden.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Streulichtblende

Die Streulichtblende darf nicht mit der vorher besprochenen Blende verwechselt werden, denn sie ist kein Lamellenvorhang, sondern ein Zubehör für Objektive und besteht entweder aus starren Metall- bzw. Kunststoff oder faltbarem Gummi.

Diese Blende wird auf das Objektiv aufgeschraubt und verhindert, dass schräg einfallendes Licht auf den Film oder Sensor gelangt. Dieses seitlich einfallende Licht wird an Linsen oder Fassungsteilen reflektiert und führt zu (meist ungewollten) Lichtsäumen oder Ringen auf dem Foto und auch der Kontrast flaut durch das Streulicht merklich ab. Natürlich hilft die Streulichtblende nur bei schräg einfallendem Licht, gegen direkt von vorn einfallendes Licht hat sie keinerlei Auswirkung.

Nicht nur für Spiegelreflexkameras ist die Streulichtblende sinnvoll, auch bei kompakten Kameras hat sie sich bewährt. Aber, bei kompakten Kameras mit Objektiven, die im ausgeschalteten Zustand im Gehäuse versenkt sind, ist die Monatage schwierig oft nur mit Zubehör möglich oder sogar unmöglich.

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Montag, 1. Dezember 2008

Von Muscheln und Schnecken

Vor ein paar Wochen berichtete ich von der neuen Sonderausstellung in der Zoologischen Sammlung, heute fiel mir ein Flyer der Universitätsbibliothek in die Hände.

In der Geschichtsbibliothek oder präziser in der Abteilung Sondersammlungen im Michaeliskloster (Altbettelmönchstr. 4, gleich hinter dem Rostocker Hof) gibt es seit dem 24 Juli ebenfalls eine neue Ausstellung „Von Muscheln und Schnecken“. Es zeigt das Neue systematische Conchylien-Cabinet, eine aus zehn Bänden bestehende Sammlung mit Beschreibungen und aufwändig gestalteten farbigen Abbildungen von Muscheln, Meer- und Landschnecken.

Sonntag, 30. November 2008

Blende

Die Blende ist eine Art Lamellenvorhang in der Kamera und hat zwei wichtige Aufgaben. Sie regelt den Lichteinfall und die Schärfentiefe.

Durch die Blende wird der den Lichteinfall aus dem Objektiv und damit die Menge des Lichts, die auf den Film oder den Sensor fällt, begrenzt. Normalerweise sind die Blenden als Iris- oder Lamellenblende so konstruiert, dass sich die Lamellenbleche so ineinander verschieben, dass der Lichtdurchlass (Öffnung = aperture) enger oder weiter wird und damit das einfallende Lichtbündel kleiner oder größer wird, ohne den Bildausschnitt zu begrenzen. Je kleiner die Blendenzahl desto mehr Licht wird von der Blende durchgelassen.

Merksatz
kleine Blendenzahl
= wenig Blendenvorhang = große Blendenöffnung = mehr Lichtduchlass

große Blendenzahl
= viel Blendenvorhang = kleine Blendenöffnung = weniger Lichtdurchlass


Die Blende ist auch für die Schärfentiefe von großer Bedeutung, denn durch den Öffnungsradius werden auch die Unschärfekreise des Objektivs beeinflusst. Mit zunehmender Blendenzahl (mehr Blendenvorhang = kleinere Blendenöffnung), wird natürlich auch der einfallende Lichtkegel spitzer und damit werden die Unschärferinge des Objektivs ausgeblendet. Der im Foto als scharf wahrgenommene Bereich wird vergrößert sich.

Merksatz
große Blendenzahl
= große Schärfentiefe (= kleine Blendenöffnung)

kleine Blendenzahl
= kleine (geringe) Schärfentiefe (= große Blendenöffnung)


Im fotografischen Sprachgebrauch wird der Begriff „Blende“ auch als Kurzform für die Blendenöffnung benutzt und so wird anstatt von großer Blendenöffnung von großer Blende gesprochen. Dieser Sprachgebrauch ist zwar üblich, kann aber, speziell bei Einsteigern, leicht zu Missverständnissen führen, da ja eine große Öffnung einer kleinen Blendenzahl (und umgekehrt) entspricht.

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Donnerstag, 27. November 2008

Bekannte Bildformate – RAW & JPEG

RAW-Format
Ein sehr speicherintensives Format, aber es ermöglicht dem erfahrenen Fotografen weitaus mehr Nachbearbeitungsmöglichkeiten, da es alle Bildinformationen, die der Sensor aufgenommen hat in der unbehandelten Ursprungsform, so wie der Sensor sie empfing, speichert. Die Nachteile dieses Formates sind, das jeder Digitalkamerahersteller seine eigenen Einstellungen und Parameter für das RAW-Format hat und auch wenn die sich zwischen den Herstellern kaum unterscheiden, so sind sie doch nicht kompatibel und diese Fotos benötigen etwa drei Mal so viel Speicherplatz, wie JPG-Fotos.

JPEG-Format
JPEG-Bilder sind immer eine komprimierte Version dessen, was der Sensor empfing, auch wenn die „Roh-JPEG-Bilder“ mitunter schon 5-6 MB groß sind. Die Bezeichnung „JPEG“ geht auf das Gremium Joint Photographic Experts Group zurück, das die JPEG-Norm entwickelt hat und die gebräuchliche Bezeichnung „JPEG-Datei“ oder „JPG-Datei“ ist nicht ganz richtig, denn JPEG ist nur ein Komprimierungsverfahren und legt nicht fest, wie das Ergebnis gespeichert werden soll, meistens wird es anschließend im JPEG File Interchange Format (JFIF) gespeichert.

Die Datenreduktion, egal mit welchem Format, ist immer verlustbehaftet und hängt neben dem Kompressionsverfahren auch vom Bild selbst ab, denn Bilder mit feinen Strukturen oder starkem Rauschen lassen sich nur sehr schwer bis überhaupt nicht verlustfrei komprimieren und es entstehen die unübersehbaren Kompressionsartefakte (Blockbildung, stufige Übergänge, Farbeffekte an Graukeilen)

Vergleich
Beim JPG-Format hat man 256 Graustufen für jeden Farbkanal, bei RAW hat man 1024 bis über 10.000 Helligkeitsabstufungen pro Farbkanal, je nach verwendeter Farbtiefe. Wer einen blauen Himmel zu fotografiert, der wird bei JPG immer leichte Stufen oder Blöcke haben, auch wenn diese im Motiv nicht vorhanden sind. Bei RAW ist der Farbverlauf stufenlos und auch ein nachträglicher Weißabgleich ist bei diesem digitalen Negativ problemlos möglich.

Und auch wer überbelichtete weiße Wolken oder dunkle Schatten nachbearbeiten möchte, ihnen mehr Konturen und Dreidimensionalität verleihen möchte, der hat bei JPG nur die Möglichkeit an der Gesamthelligkeit oder mit der Tonwertkorrektur herumspielen, was aber aufgrund der Kompression keine neuen Details sichtbar macht, sondern im Gegenteil beim Speichern erneut „unnötige“ Farbinformationen verwirft. Eine spätere Änderung ist dann nicht mehr möglich, weil die früher verworfenen Farbinformationen halt fehlen. Beim RAW-Format sind alle Farbinformationen noch vorhanden, und es gab keine Vorselektion, dadurch kann man bislang nicht sichtbare Details sichtbar machen, weil diese Details, im Gegensatz zum JPG-Bild, ja noch vorhanden sind und nur vom Monitor mit seinen 256 Helligkeitsstufen nicht angezeigt werden konnten.

Wer also als Amateur „profimäßig“ seinem Hobby nachgehen möchte, dem sei das RAW-Format empfohlen (Speicherplatz wird ja immer billiger), wer bei seinem Hobby deutlich weniger Wert auf die Nachbearbeitung legt oder sich mehr auf Schnappschüsse fokussiert, der ist mit einer nur gering komprimierenden JPG-Version gut bedient

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Sonntag, 23. November 2008

Montags am sonnigsten – Mittwochs am wärmsten – Samstags am kältesten

Wir alle kennen es, es ist Wochenende und das Wetter ist mies mit Wolken und Regen. Zumindest gefühlt scheint es immer genau so zu sein. Die Wissenschaftler vom Forschungszentrum in Karlsruhe haben das nun untersucht und sind zu interessanten Ergebnissen gekommen.

Der sonnigste Tag der Woche ist der Montag und nicht etwas der Sonntag, was man beim Namen ja hätte vermuten können. Verantwortlich dafür sind Aerosole, also kleine Ruß- und Sulfatpartikel, die vom Menschen, vom Verkehr und der Industrie in die Umwelt geblasen werden. Diese Partikel dienen in der Atmosphere als Kondensationskerne für Wassertröpfchen, aus denen dann die Wolken entstehen. Dieses geschieht natürlich verstärkt unter der Woche, wenn alle Arbeiten, so dass am Ende der Arbeitswoche mehr Wolken in der Luft sind als Montags, denn Samstags und besonderes am Sonntag sinkt die Aerosolbelastung aufgrund reduzierter oder gar vollständig eingestellter Wochenendarbeit.

Das subjektiv richtige Gefühl konnten die Wissenschaftler mit Hilfe kontinuierlicher Messreihen aus über 15 Jahren und mit über sechs Millionen Messdaten an 12 verschiedenen Orten aus ganz Deutschland belegen. Es ist also ausgeschlossen, dass es sich um regional begrenzte Phänomene handelt, die beispielsweise durch lokale Wärmeemission hervorgerufen worden sein könnten.

Man kann sich diese Forschungsergebnisse zu Wolken, Regen und den Sonnentagen auch im Helmholz-Podcast vom Juni 2008 oder als „Schongewusst“-Ausgabe Nr. 70vom 17. Juni 2008 anhören. Schriftlich wurde dieses Forschungsergebnis übrigens schon im Jahre 2007 beim Innovationsreport und in der Zeitschrift Geophysical Research Letters, Vol. 34 veröffentlicht.

Donnerstag, 13. November 2008

Brennweite

Die Brennweite ist der Abstand der Linse von ihrem Brennpunkt, so weit die physikalische Definition. Für den Fotografen bedeutet es, je größer die Brennweite eines Objektivs ist, desto größer kann ein Motiv abgebildet werden, desto dichter kann das Motiv also optisch „herangeholt“ werden. Die Brennweite wird in Millimetern angegeben und Brennweiten bis 35 mm gelten als Weitwinkel, ab 80 mm als Teleobjektiv.

Seinen Namen verdankt der Brennpunkt oder Fokus übrigens seiner Eigenschaft alle parallel einfallenden Lichtstrahlen in einem Punkt zu bündeln. Befindet sich nun im Brennpunkt ein entzündliches Material, wie beispielsweise Papier, so kann dieses durch die entstehende Hitze entzündet werden.

In der Fotografie bestimmt die Brennweite zusammen mit dem Bildwinkel den Bildausschnitt, also was auf dem Foto zu sehen sein wird.

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Montag, 10. November 2008

Zoomfaktor

Der Zoomfaktor ist das Verhältnis zwischen kürzester und längster Brennweite eines Zoomobjektivs. Er erlaubt keinerlei Rückschlüsse auf die real erreichbare Zoomleistung, da beispielsweise bei einem dreifachen Zoom alle Zoomstufen im weitwinkligen Bereich (bis 35 mm) liegen können, oder auch vollständig im Telebereich (ab 80 mm Brennweite), oder aber über alle Bereiche verteilt. Die letzte Einteilung ist natürlich die praktischste, da sie die meisten Möglichkeiten bietet, aber kein Objektiv ist über seine gesamte Brennweite gleich gut, alle haben in bestimmten Regionen ihre Stärken und Schwächen, da hilft nur vorher ausprobieren.

Objektive mit einem Zoomfaktor von mehr als fünf (also 5 Zoomstufen) werden übrigens als Superzoom bezeichnet.

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Donnerstag, 6. November 2008

Zoom

Mit Zoom ist normalerweise das Zoomobjektiv gemeint. Beim optischen Zoom verschieben sich Linsen im Objektiv, dadurch wird durch Veränderung der Brennweite bei gleich bleibender Bildqualität der Bildausschnitt an das Motiv angepasst, oder kürzer und nicht ganz so präzise: das Motiv wird „näher heran geholt“. Der digitale Zoom verändert nicht die Brennweite, sondern vergrößert das Motiv lediglich rechnerisch, indem ein Teil des Bildes ausgeschnitten und auf die volle Ausgabegröße gestreckt wird, die fehlenden Pixel werden dann interpoliert, also „dazwischenrechnet“, was zu Lasten von Bildqualität und -schärfe geht.

Das Gegenstück zum Zoomobjektiv ist die Festbrennweite, bei der man, wie der Name schon sagt, die Brennweite nicht verändern kann. Das hat durchaus seinen Reiz, verlangt vom Fotografen aber eine deutlich größere Tasche mit viel mehr Objektiven mitzunehmen. Das Zoomobjektiv ist da deutlich bequemer.

Übrigens: der Zoom = der Zoomvorgang; das Zoom = Das Zoomobjektiv; (heran-)zoomen = heranholen

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Dienstag, 4. November 2008

ISO-Wert

Der ISO-Wert kennzeichnet die Lichtempfindlichkeit von analogen Filmen oder der digitalen Kamera. Durch die Erhöhung der Empfindlichkeit können auch bei schlechten Lichtverhältnissen kurze Belichtungszeiten erreicht werden. Allerdings steigt mit zunehmender ISO-Zahl auch das Bildrauschen, das Bild wird „krisseliger“ (Pixel mit Fehlfarben bei digitalen Kameras, bzw. Körner auf den Papierfotos). An dieser Stelle haben die digitalen Kameras übrigens einen Vorteil, beim analogen Film hat der Film immer den gleichen ISO-Wert, bei digitalen Kameras kann man den IWO-Wert für jedes Bild separat einstellen, bzw. von der Automatik einstellen lassen.

Einen guten Artikel zum Iso-Wert, seiner Geschichte, den physikalischen Hintergründen und den Umrechnungsfaktoren gibt es auch bei Wikipedia.


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Montag, 3. November 2008

Foto Lexikon

Nachdem die Reihe der Fototipps in loser Reihe fortgesetzt wird, wird hier nun, quasi nebenbei, auch ein kleines Foto-Lexikon zu allen Begriffen der Fotografie entstehen, die mir so einfallen. Es werden an dieser Stelle keine weit ausweifenden Abhandlungen zu diesem Thema zu finden sein, denn dieses kleine Lexikon ist gedacht für all diejenigen, die sich nur mal schnell informieren möchten. Geschrieben wird es deshalb hoffentlich auch so, dass alle und insbesondere die Einsteiger und Neulinge es verstehen, falls nicht einfach bitte die Kommentarfunktion nutzen und Nachfragen oder Kritik üben, oder Anregungn und Vorschläge zu geben.

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Montag, 13. Oktober 2008

Tipps fuer bessere Bilder #8 - Bessere Schwarz-Weiß Fotos

Wer mit einer analogen Kamera schwarz-weiß Fotos gemacht hat, der weiß, wie man effektvolle und kräftige „Farben“ erzeugen kann. Einfach einen Filter in der Komplementärfarbe zu der Farbe, die man besonders hervorheben oder bearbeiten möchte, vor das Objektiv schrauben. Dabei wird durch den Filter eine Farbe das Farbspektrums herausgefiltert und bei der S/W-Fotografie bedeutet je weniger Farbe desto dunkler und schwärzer. Man kann also mit einem Rotfilter den blauen Himmel richtig schön dunkel färben, ohne die Wolken zu verändern.

Mit den digitalen Kameras ist die Schwarz-Weiß Fotografie deutlich komfortabler geworden. Wenn man mit einer analogen Kamera ein schwarzweiß-Bild macht, sind die Möglichkeiten der Nachbearbeitung begrenzt, da ein Teil der Farbinformationen schon vor dem Film weggefiltert wird. Und fehlende Farbinformationen lassen sich nicht wieder einfügen. Heute macht man ein normales digitales Farbbild und verändert es hinterher am Computer.

Der Vorteil der Nachbearbeitung liegt in der Masse der möglichen Filter, da jede Farbvariation möglich ist und wenn das Ergebnis nicht gefällt, dann macht man einfach alle Änderungen bequem wieder rückgängig. Bei den Komplementärfarbfiltern gibt es dagegen nur eine begrenzte Anzahl von möglichen Filtern, beispielsweise Blau, Gelb, Grün oder Rot. Wichtig ist, dass man die Umwandlung in ein schwarz-weiß Bild erst am Computer macht, auch wenn viele Kameras diese Funktion im Programm anbieten, aber dann ist es wie bei den aufgeschraubten Filtern, es geht unwiederbringlich ein Teil der Farbinformationen verloren. Da die Kameras einfach die Farbinformationen „wegwerfen“.

Kleiner Tipp noch: Wenn die Farbfotos am PC in Schwarz-Weiß-Bilder umgewandelt wurden, lohnt es sich oft noch mit dem Kontrast zu spielen. Häufig sehen Bilder bei denen Teile im Schwarz „absaufen“ besser und lebendiger aus.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Tipps fuer bessere Bilder #7 – Perspektive

Stichwort „Goldener Schnitt“. Bilder wirken schnell langweilig, wenn das Hauptmotiv immer in der Mitte des Bildes ist. Die Asymmetrie von Motiv und Hintergrund macht ein Bild spannender und bringt auch (neue) Perspektiven ins Bild. Man kann also durch die geschickte Wahl der Perspektive einen räumlichen Effekt in einem zweidimensionalen Bild erzeugen. 

Aber aufpassen, dass die Personen nicht aus dem Bild herauslaufen oder ihre Nase fast vom Bildrand abgeschnitten wird, Blick und Bewegungsrichtung sollten in die Mitte des Bildes gehen.

Freitag, 10. Oktober 2008

Tipps fuer bessere Bilder #6 – manueller Weißabgleich

Wir bleiben beim Thema „mach es selbst“, also beim Verzicht auf die Automatikfunktion der Kamera. In diesem Beitrag geht es um den manuellen Weißabgleich. Das Licht, das uns umgibt, hat nicht immer dieselbe Zusammensetzung, das abgestrahlte Spektrum beispielsweise einer Glühbirne ist deutlich im roten Bereich, während eine Neonröhre eine ganz andere Farbzusammensetzung abstrahlt. Und die Sonne ist noch spezieller, denn das von dort kommende Licht wechselt auf der Erde seine Zusammensetzung in Abhängigkeit von den Tageszeiten, vom warmen Orange beim Sonnenuntergang in eine Vielzahl Blau-Töne während der stimmungsvollen „blauen Stunde“ 

Das Problem ist nun die Kamera, sie versucht mit dem automatischen Weißabgleich eine neutrale Farbzusammenstellung zu ermöglichen. Aber speziell bei den oben erwähnen Motiven, will man eben diese nicht haben. Ein neutraler Sonnenuntergang sieht halt einfach langweilig aus.

Was macht man? Am Besten macht man alles selbst, man fotografiert ein weißes Blatt Papier und kann dann später am Computer den Weißabgleich daran ausrichten, man weiß ja, anhand des Fotos, wie das Weiß und damit auch die anderen Farben in der Beleuchtungssituation ausgesehen haben. 

Wer nun weniger Zeit und/oder Lust hat, der kann auch die inzwischen vielfach vorhandenen Voreinstellungen an den Kameras verwenden. Dort sind in der Regel einige gängige Situationen (z. B. Sonne, Schatten, Wolken, Glühlampe, Neonröhre, …) abgespeichert. Auch wenn das dann nur noch ein semi-manueller Weißabgleich ist.

Übrigens, man kann auch absichtlich die falsche Einstellung wählen, um durch die Farbverfälschung eine bestimmte Stimmung zu erzeugen.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Tipps fuer bessere Bilder #5 – Automatik mal abschalten – Farbe, Kontrast, Schärfe manuell einstellen

Solange man nicht alles manuell einstellt, speichert die Kamera kein Bild so, wie das Motiv tatsächlich aussieht. Kameras verstärken, ganz automatisch, den Kontrast, die Schärfe, die Schärfentiefe und die Farbsättigung. Oftmals kann man die Art und Weise dieser Regelung über die Programmautomatik (Motivprogramme) vorwählen, also beispielsweise mit dem Porträtmodus (wenig Schärfentiefe und mattere, rötlichere Farben) oder dem Landschaftsmodus (viel Schärfentiefe und satte Grün- und Blautöne). 

Was den Anfänger freut, ist aber nicht immer gut, denn die Kamera weiß nicht, welche Stimmung mit dem Foto eingefangen werden soll. Die Folge sind oft unnatürlich aussehende Bilder oder, noch schlimmer, von der Kamera schon „überschärfte“ Kanten, denn die kann man auch mit professioneller Bildbearbeitungssoftware kaum entfernen. Besser ist es die automatische Schärfung der Bilder etwas abzuschwächen und so notfalls später am Computer nachzuschärfen.

Dank der digitalen Technik kann man heute viele hundert Fotos schießen und dabei einfach die unterschiedlichsten Einstellungen ausprobieren, bis man die Einstellungen gefunden hat, die einem gefallen. Also einfach die Automatik abschalten und ausprobieren. Bei einigen Kameras kann man die so gefundenen Einstellungen auch abspeichern.

Wer sich das alles überhaupt nicht zutraut, der sollte zumindest darauf achten, dass er das richtige Motivprogramm für das jeweilige Motiv aussucht.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Tipps fuer bessere Bilder #4 – Blitz mal abschalten

Man sieht sie bei jedem Fußballspiel, tausende Blitzlichter, die von der Tribüne auf das Spielfeld feuern – und dort nichts aber auch gar nichts bewirken. Sicherlich für den geneigten Zuschauer oder die Spieler auf dem Feld ist das ein durchaus imposantes Schauspiel, dieses Blitzlichtgewitter, aber sinnlos ist es trotzdem.

Warum ist es sinnlos? Ganz einfach, das Licht des Blitzes hat nur eine Reichweite von mehreren Metern, mehr nicht. OK, Reflektierende Oberflächen (z. B. Straßenschilder, Reflexstreifen von Warnwesten u. ä.) sind in deutlich größeren Entfernungen noch zu erkennen, aber das ist die besondere Ausnahme. 

Warum also mit einem Blitz, dessen Licht wirkungslos verpufft, den Akku belasten und wertvolle Akkulaufzeit verschwenden? Einfach den Blitz abschalten! Das spart nicht nur Strom, auch die oftmals hoffnungslos überbelichten Nahbereiche (z. B. die Rücken der Vordermänner/-frauen) verschwinden und die neben einem stehenden Zuschauer sind deutlich weniger genervt. Übrigens werden die Bilder ohne Blitz meist besser, da die Kamera dann „empfindlicher“ ist und die nicht angeblitzen Bereiche nicht in der Dunkelheit versinken. Wenn möglich einfach die Blende eine Stufe weiter auf oder die Belichtungszeit ein kleines bisschen verlängern und man bekommt tolle Fotos. Aber Vorsicht: nicht verwackeln.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Tipps fuer bessere Bilder #3 – (nicht) verwackeln

Gegen verwackelte Bilder hilft nur eine ruhige Hand. Am einfachsten wäre natürlich ein Stativ mit Fernauslöser, aber wer will das immer mit sich herumschleppen?! Also sucht man sich, leicht breitbeinig, einen sicheren Stand und hält die Kamera mit beiden Händen richtig fest. Das so häufig beobachtete anfassen mit spitzen Fingern, bringt überhaupt nichts, da unsere Finger mit einem leicht federnden Bindegewebe unter der Haut versehen sind. Schon allein dieses leichte Eindrücken der Kamera in die Finger beim Auslösen kann die Bilder verwackeln. Je weiter entfernt das Motiv ist, desto stärker verwackeln die Bilder.

Man kann aber auf einfache und kostengünstige Weise Abhilfe schaffen: Wenn bei wenig Licht die Verwacklungsgefahr ansteigt, hilft es sich oder die Kamera gegen einen festen Gegenstand, wie beispielsweise einen Treppe, Straßenlaterne oder Sitzmöbel, zu lehnen. So kann sich die Kamera beim auslösen nicht bewegen und Verwackler werden reduziert.

Dienstag, 30. September 2008

Tipps fuer bessere Bilder #2 – sei bereit

Wer kennt das nicht, man sieht ein tolles Motiv und dann beginnt das Wühlen in der Kameratasche. Kamera raus, Gehäusedeckel ab, Objektivdeckel vom Bajonett ab, Objektiv auf die Kamera schrauben, Objektivdeckel von der Linse runter, Kamera an und das Ziel anvisieren. Einstellungen vornehmen, abdrücken, fertig.

Das dauert. Sicherlich, je mehr Übung man hat, desto schneller wird man, aber sich bewegende Motive sind dann meist schon verschwunden. Landschaftsaufnahmen sind da naturgemäß einfacher. Übrigens wer eine kompakte Digitalkamera hat, braucht jetzt nicht über die Kollegen mit den Spiegelreflexkameras zu lächeln, denn ihre deutlich handlicheren Apparate brauchen gerne mal bis zu 10 Sekunden, bevor sie nach dem Einschalten einsatzbereit sind.

SEI BEREIT heißt die Devise.

Die Kamera immer aufnahmebereit bei sich tragen, dann klappt das auch mit spontanen Fotos. Allerdings haben hierbei die Spiegelreflex-Kameras einen Vorteil, sie verbrauchen im Standby-Modus deutlich weniger Strom als die kleinen Kompakten, die oftmals keinen stromsparenden Standby-Modus haben, sondern nach einigen Minuten einfach abschalten, um den Akku zu schonen.

Montag, 29. September 2008

Tipps fuer bessere Bilder #1 – immer hoechste Aufloesung

Viele Kameras bieten die Möglichkeit die Datenmenge pro Bild und damit die Dateigröße des einzelnen Bildes zu reduzieren. Diese Funktion machte zu einer Zeit als die Speicherkarten teuer und die Speicherkapazität der Datenträger gering war auch Sinn. Heute ist das anders. Heute bekommt man einfache Speicherkarten mit 1-2 GB schon für unter 10,- Euro, es macht also keinen Sinn mehr die Daten zu komprimieren und den damit verbundenen Qualitätsverlust hinzunehmen.

Man sollte also immer mit der maximalen Auflösung und der maximal möglichen Qualität fotografieren, denn man kann die Qualität der einmal geschossenen Bilder nicht verbessern. Informationen die fehlen, kann man nicht dazurechnen und aufwendige Bildbearbeitung, nur um dann das Foto in der Größe eines Daumennagels in guter Qualität ausdrucken zu können, ist viel zu viel Aufwand.

Sonntag, 28. September 2008

Kleine Fotoserie – Tipps für bessere Bilder #0

In den kommenden Tagen soll, inspiriert von der Photokina, ein kleiner Leitfaden für Fotoanfänger entstehen. Keine Abhandlungen für Profis, sondern einige grundlegende und einfach gehaltene Informationen für den ambitionierten Anfänger, der seine Schnappschüsse verbessern möchte oder überlegt eine neue Kamera anzuschaffen. Auch wenn einige Themen sich speziell an die Benutzer von Digitalkameras richten werden, so sind doch die Grundlagenthemen auch für die Fotografen mit analogen Kameras von Interesse.

Freitag, 19. September 2008

Google sucht nicht nach Chuck Norris

Wer bei Google nach Chuck Norris sucht, der findet als ersten Eintrag den Hinweis:
Google won't search for Chuck Norris because it knows you don't find Chuck Norris, he finds you.
Stattdessen gibt es den Vorschlag „Wegzulaufen, bevor er einen findet“, oder „nach einer anderen Person suchen“.

Tippt man „find Chuck Norris“ in den Google Suchschlitz ein, dann steht diese „Antwort“ an erster Stelle. Sucht man jedoch nur nach dem Namen des US-amerikanischen Schauspielers, dann gibt es dieses Ergebnis erst in der Mitte der zweiten Ergebnisseite. Ich bin mir nun nicht sicher, ob sie als Folge eines Linkbaits bis dort hochgekommen ist, oder die Wirkung schon wieder verpufft und sie auf diese Position abgerutscht ist. Aber trotzdem ist eine nette kleine Aktion.

Montag, 2. Juni 2008

Die Robben sind da

Die neuen Bewohner der Robbenforschungsstation in Rostock Warnemünde sind in der Warnemünder Ostsee. Der Umzug aus den Becken des Kölner Zoos in das wohl größte Freiwasserforschungsbecken Europas, so die Volkswagen-Stiftung, die Prof. Dehnhardt mit einer auf 1,5 Millionen Euro dotierten Lichtenberg-Professur unterstützt, ist beendet und die Robben sind nach einer Nachtfahrt in ihrem neuen Quartier in der Marina Hohe Düne angekommen. In ein paar Tagen, wenn sich die Neuankömmlinge an ihr neues Zuhause gewöhnt haben, sollen die Experimente weitergehen. Die Aussichtsplattform auf der schwimmenden Forschungsstation soll dann für das interessierte Publikum geöffnet werden, um die schöne Tradition Forschung vor Publikum fortzuführen.

Prof. Dehnhardt forscht seit ca. 10 Jahren mit seinen Robben an der Unterwasserorientierung und den damit verbundenen Sinneswahrnehmungen von Seehunden, um herauszufinden warum die Tiere so erfolgreiche Jäger sind, obwohl sie weder gut sehen noch gut riechen können. Die Forscher fanden heraus, dass die Vibrissen, also die Barthaare, der Seehunde ausschlaggebend sind. Sie und die an sie angeschlossenen Sinneszellen sind so empfindlich, dass sie selbst feinste Verwirbelungen von ihr ihnen schwimmenden Objekten detektieren. Damit sind sie deutlich leistungsfähiger als alles was der Mensch bisher auf diesem Gebiet geleistet hat.

Donnerstag, 22. Mai 2008

Charles Darwin – das Original online

Habe gerade eine Webseite gefunden, die man als Biologie oder jemand, der sich für Biologie und/oder die Evolution interessiert kennen sollte. Auf der Seite http://www.darwin-online.org.uk gibt es sämtliche Veröffentlichungen von Charles Robert Darwin (1809-1882), dem „Erfinder“ der Evolutionstheorie, die ja inzwischen keine Theorie mehr ist.

Alle Bücher, Manuskripte, Artikel, Paper und Abbildungen, die Darwin anfertigte, sowohl die veröffentlichten als auch die privaten können hier einer eingescannten Originalversion als auch in einer edierten Version eingesehen werden. Dazu gibt es die wohl größte Sammlung aller Veröffentlichungen über ihn.

Diese Seite ist ein Muss für alle die das Original kennenlernen und lesen möchten und sich nicht nur mit Sekundärliteratur oder gar Hörensagen zufrieden geben. Auch wenn die Navigation manchmal etwas umständlich erscheint, lohnt sich ein Besuch der Seite allemal.

Montag, 19. Mai 2008

Robbenforschung in Rostock

Wie ich in diesem Blog schon berichtete, ist der Robbenforscher Prof. Dehnhardt mit seinem Team dabei aus Bochum und Köln nach Rostock an die Ostseeküste zu ziehen.

Und geht sichtbar voran. Nachdem Prof. Dehnhardt in diesem Semester schon Vorlesungen und Seminare am Institut für Biowissenschaften der Uni Rostock abhält, ist nun auch sein neues schwimmendes Labor in Rostock angekommen. Gestern wurde die neue Forschungsstation im Yachthafen Hohe Düne auf ihren endgültigen Liegeplatz verholt und festgemacht. Das ehemalige Fahrgastschiff soll nach dem Umbau nicht nur den Wissenschaftlern dienen, sondern auch den Besuchern. Vom Sonnendeck aus können diese dann den Forschen und ihren Tieren bei der Arbeit zu schauen. Die tierischen Mitarbeiter vom Marine Science Center und der Forschergruppe der sensorischen und kognitiven Ökologie mariner Säuger sollen eventuell noch im Mai vom Kölner Zoo nach Rostock reisen.

Es kann also losgehen mit der Robbenforschung am Strand von Warnemünde.

Sonntag, 30. März 2008

Rasentagebuch - Tag 25

Der Rasen ist festig, der Versuch ist damit beendet. Das „Mähen“ des Rasens hat keine umwerfend neuen Erkenntnisse gebracht. Lediglich das der Rasen etwa eine Woche braucht um etwa 3 cm zu wachsen. Außerdem scheint der Rasen bei der vorhandenen Erd-/Bodenmenge nicht viel weiter zu wachsen als bisher. Aus technischen Gründen konnte dem Rasen nur eine Erdschicht von etwa 4-5 cm zur Verfügung gestellt werden, und da der Teil vom Rasen, der geschnitten wurde, in der vergangenen Woche den Längenverlust nahezu vollständig ausgeglichen hat, während die anderen Gräser nicht bis kaum weiter wuchsen, scheint die zur Verfügung gestellte Bodentiefe die kritische Menge oder Höhe für den Rasenwuchs zu sein. Demnach wächst der Rasen nur so stark, wie es ihm die Ausbreitungsfläche für seine Wurzeln erlaubt.

Am Tag 18 wurde ein Teil des Rasens geschnitten, um herauszufinden, wie die Graspflanzen auf den Schnitt, auf die Beschädigung reagieren. Verkümmern sie? Stellen sie das Längenwachstum zu Gunsten des Dickenwachstums ein? Wachsen sie erst in die Breite, dann in wieder in die Länge?

Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass sie (erwartungsgemäß) nicht verkümmern. Auch ein Dicken- oder Breitenwachstum ließ sich mit den vorhandenen Mitteln nicht feststellen. Was aber unübersehbar ist, ist das Längenwachstum des gemähten Teils.



Auf den beiden Bildern kann man gut erkennen, wie der geschnittene Teil des Rasens den ungeschnittenen Teil wieder eingeholt hat, bzw. wie wenig der ungeschnittene Teil in derselben Zeit gewachsen ist.



Eine der Fragen für diesen Schnitt war ja das möglicherweise veränderte Dicken- oder Längenwachstum. Hierbei konnten zwar keine gravierenden Unterschiede festgestellt werden, aber was auf diesem, leicht schiefem, Foto gut zu erkennen ist, ist das die ungemähten Halme (Links) alle noch ihre ursprüngliche Spitze haben, während die gemähten Halme (Rechts) alle eine breite Kante haben. Sie wirken dadurch massiger, breiter als die anderen Halme, sind aber gleich breit.



Auf diesem Bild erkennt man sehr schön, wie sich die Wurzeln in der Erde verbreitet haben und wie dicht ihr Geflecht nach 25 Tage ist. Diese Dichte des Geflechts und die fehlende Tiefe scheint der limitierende Faktor für die Wuchshöhe des Rasens zu sein.

Dienstag, 25. März 2008

Rasentagebuch - Tag 21

Seit ein paar Tagen, genauer seit Karfreitag, sind die Temperaturen in Rostock deutlich gefallen, Karsamstag hatten wir viel Wind und nahezu wagerecht „fallenden“ Schneeregen. Seitdem fallen immer wieder Schneeflocken, auch wenn es dazwischen sonnige Abschnitte gibt, in denen fast alles wegtaut, so ist es doch zu kalt für den Rasen, so dass dieser sein Wachstum erst einmal unterbrochen hat. Auch bei genauerem Hinsehen, lässt sich keine Veränderung feststellen, so dass quasi nebenbei auch noch bewiesen werden konnte, dass der Rasen bei Temperaturen unter 5-6 Grad Celsius nicht wächst.

Samstag, 22. März 2008

Rasenwachstum - Tag 18

Gestern wurde zu Testzwecken ein Teil des Rasens geschnitten, auch wenn einschlägige Quellen zur Gartenarbeit, wie beispielsweise http://www.hausgarten.net/rasen-und-wiese/rasen-pflegen-rasenpflege.html, behaupten, dass der Rasen nicht vor April, bzw. nicht vor einer Wuchshöhe von 10 cm gemäht werden soll. Aber Test ist Test und unser Testrasen ist inzwischen gut 8 cm hoch.

Der geschnittene Teil des Rasens wurde auf die als ideal bekannte Rasenhöhe von 3-4 cm gekürzt und das Schnittgut nicht als Mulchmaterial liegen gelassen.

Was wollen wir mit diesem Rasenschnitt? Nun es soll beobachtet werden, ob sich etwas verändert oder präziser, wie die Graspflanzen auf den Schnitt, auf die Beschädigung reagieren. Verkümmern sie? Stellen sie das Längenwachstum zu Gunsten des Dickenwachstums ein? Wachsen sie erst in die Breite, dann in wieder in die Länge?

Donnerstag, 20. März 2008

Rasentagebuch - Tag 15

Längenwachstum höherer Pflanzen

Je spezialisierter ein Organismus ist, bzw. je höher er organisiert ist, desto mehr funktionelle spezialisierte Zellen benötigt dieser Organismus.

Bei höheren Pflanzen ist es nun so, dass alle Zellen vom Meristem (Zellteilungsgewebe) erzeugt werden und erst danach morphologisch und physiologisch umgestaltet werden. Dazu gehören das Längen- und Dickenwachstum ebenso wie beispielsweise die Ausbildung spezifischer Zellinhaltsstoffe, so dass man insgesamt drei Phasen des Zellwachstums unterscheiden kann: Zellteilung, Zellvergrößerung und Differenzierung. Gesteuert wird dieses Wachstum über Hormone, so genannte Phytohormone. Diese werden in bestimmten Geweben gebildet und dann zu ihren Wirkungsort transportiert, also genauso wie bei Mensch und Tier.

Das Längenwachstum ist das wohl auffälligste Wachstum und wird hier daher auch besprochen. Die Zellen erweitern sich verstärkt in eine Richtung, so dass die Zelle nicht allgemein ihr Volumen vergrößert, sondern in der Länge gestreckt wird. An diesem Zellwachstum ist entweder die gesamte Zellwand beteiligt, oder nur ein Teil von ihr, im letzt genannten Fall spricht man dann vom „Spitzenwachstum“. Das Zellwachstum wird durch Vakuolenbildung und Wasseraufnahme verstärkt, während das Zellplasma nur in begrenztem Umfang vermehrt wird.

Die Zellen wachsen also aufgrund des erhöhten Zellinnendrucks (Turgordruck), der die Zelle ausdehnt. Der Zellwand werden dabei ständig neue Lagen aus Mikrofibrillen aufgelagert, so dass sie immer gleich dick bleibt. Erst beim Dickenwachstum ändert sich die Wanddicke der Zellwand, wodurch die Zelle zwar ihre Dehnbarkeit einbüßt, aber an Stabilität gewinnt.

Dienstag, 18. März 2008

Rasentagebuch - Tag 13

Ich habe heute mal zwei Fotos gemacht, die sich etwas von den sonst üblichen unterscheiden. Sind es sonst eher Übersichtsbilder, so gibt es heute das erste Detail.

Auf dem ersten Foto sieht man eine leider etwas verwackelte Aufnahme vom Boden, den darauf liegenden Samen und den daraus heraus wachsenden Grashalmen.



Auf dem zweiten Bild ist eine komplette Graspflanze zu bewundern. Sehr schön kann man die Primärwurzel erkennen, die gut doppelt so lang ist, wie der oberirdische Teil der Pflanze.

Montag, 17. März 2008

Rasentagebuch - Tag 12 - Süßgräser

Süßgräser (Poaceae oder Gramineae)

Die für diesen Versuch zum Pflanzenwachstum (Rasentagebuch) verwendeten Gräser sind allesamt Süßgräser, daher wird an dieser Stelle die Familie der Süßgräser kurz vorgestellt. Die Familie der Süßgräser gehört zur Ordnung der Poales und stellt die wirtschaftlich wohl bedeutendste Gräserfamilie dar (Getreide, Weidegräser). Ihre Arten sind weltweit verbreitet.

Halme meist stielrund und mit Ausnahme der Nodien (Ansatzstellen der Blätter) hohl. Jedes Blatt besteht aus einer langen Spreite und einer den Stängel meist umfassenden Blattscheide. Die einzelnen Blüten sind zu Blütenährchen zusammengefasst und diese wiederum sind zu rispen- oder ährenartigen Blütenständen zusammengefasst. Die Ährchen besitzen mindestens eine Hüllspelze und für die Einzelblüten jeweils eine Deckspelze als Tragblatt. Die Deckspelzen besitzen oftmals eine steife Borste (Granne).

Die meisten Arten sind krautig, die bekannteste Ausnahme sind die holzigen Bambusarten, deren Vegetationsperiode nicht nur ein oder mehrere Jahre sondern Jahrzehnte andauern kann.

Zu den bekanntesten Vertreter dieser Familie gehören die Reissorten (Oryzoideae), die Hirse, der Hafer, das Zuckerrohr, die Getreidesorten Weizen, Roggen, Gerste und natürlich die im Rasentagebuch vorgestellten Grassorten Phleum pratense, Lolium perenne und Lolium multiflorum.

Die Süßgräser dominieren heute die terrestrische Vegetation und haben damit auch die Ausbreitung großer Pflanzenfresser und auch des Menschen unterstützt. Auch wenn sich die heute landwirtschaftlich genutzten Arten stark von den Wildformen unterscheiden.

In der deutschen Wikipedia gibt es einen als exzellent ausgezeichneten Artikel zu den Süßgräsern.

Der Name „Süßgräser“ leitet sich vermutlich davon ab, dass diese Gräser sich als Viehfutter eignen, während „saure“ Gräser, wie beispielsweise Seggen nicht gefressen werden.

Freitag, 14. März 2008

Rasentagebuch - Tag 10

Heute nur ein Bild das den aktuellen Wachstumsstand dokumentieren soll. Für mehr reicht leider die Zeit nicht, aber am Montag gibt es weitere spannende Infos zum Graswachstum, dann zum Thema Süßgräser – Was sind das?

Mittwoch, 12. März 2008

Rasentagebuch - Tag 8 - Wiesenlieschgras

Wiesenlieschgras (Phleum pratense L.)
Auch: Wiesen-Lieschgras oder Timothee
Gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae)

Ein ausdauerndes horstbildendes Gras mit einer dicht besetzten, zylindrischen Scheinähre, das im Handel auch als Vogel- oder Katzengras verkauft wird. Innerhalb der Familie der Süßgräser gehört es zur Gattung der Lieschgräser.

Diese bis zu einen Meter großen Pflanzen blühen von Mai bis Juni, manchmal auch noch bis in den September hinein. Es kommt häufig auf nährstoffreichen, mäßig feuchten Weiden und Wiesen vor, bevorzugt kühle und luftfeuchte Lagen und ist jedoch recht empfindlich gegenüber Dürre und Schatten, dementsprechend selten kommt es als Pionierpflanze an Ruderalstandorten vor. Die Blätter auf beiden Seiten rau. Zusammen mit dem Deutschen Weidelgras (Lolium perenne L.) gelten seine Pollen als für Heuschnupfen und werden inzwischen auch in der Therapie/Impfung gegen den Heuschnupfen etabliert.

Die Pflanze ist trittunempfindlich und winterhart, was seine Stellung als wichtiges Futtergras sichert, auch wenn es früh anfängt zu verholzen und dann vom Vieh auf der Wieder verschmäht wird.


Auf dem Bild vom heutigen Tag kann man gut erkennen, wie sich das grüne Epikotyl (erster blattloser Sprossabschnitt einer Pflanze) aus dem Hypokotyl das (Keimstängel; Übergang von der Wurzel zum Stängel) herausschiebt.

Dienstag, 11. März 2008

Rasentagebuch - Tag 7 - Deutsches Weidelgras

Deutsches Weidelgras (Lolium perenne L.)
Auch: Englisches Raygras, Englisches Weidelgras, Ausdauernder Lolch, Dauer-Lolch oder Dinkelspelze
Gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae)

Dieses Gras ist ein, mit Ausnahme der Frostempfindlichkeit, unempfindliches und ertragreiches Gras. Es bevorzugt stickstoffreichen Boden mittlerer feuchte und bildet dort Horste aus. Staunässe verträgt diese Grassorte nicht. Rasen wird über die Ausläufer von Tochtertrieben aus Wurzelsegmenten gebildet. Die bis zu 70 Zentimeter langen Halme sind glatt und tragen stets unbegrannte Ährchen aus 2-10 Blüten, die vom Mai bis in den August hinein blühen.

L. perenne ist ein wichtiges Weidegras, da es sowohl gut auf Düngung anspricht, also auch Beweidung oder häufigen Schnitt sehr gut verträgt. Es gibt angeblich hunderte Zuchtsorten für alle Bereiche der Wirtschaft oder des öffentlichen Lebens in denen schnell wachsender und widerstandsfähiger Rasen benötigt wird, also sowohl für Landwirtschaft und Landschaftsgärtnerei als auch für Sportanlagen.



Die Bilder vom heutigen Tag zeigen sehr schön, wie immer mehr Samen aufkeimen.

Montag, 10. März 2008

Rasentagebuch - Tag 6

Immer mehr Samen fangen an zu Keimen. Was ist keimen? Laut wissen.de versteht man unter Keimung „die Weiterentwicklung der pflanzlichen Samen“. Bei der oberirdischen (epigäischen) Keimung wird als erstes die Wurzel ausgebildet, danach folgen dann die Keimblätter (Kotyledonen). Diese Anfänge sind auf den Bildern von Tag 5 auch schon wunderbar zu erkennen. Heute am sechsten Tag sieht man nun, wie das Hypokotyl sich zum Licht hin ausrichtet (= Phototropismus).

Pflanzen mit hypogäischer Keimung machen dieses nicht. Es würde auch keinen Sinn machen, die Blätter unter der Erde „auszufahren“, denn die Blätter sind einerseits zu empfindlich und andererseits macht es unter der Erde wenig Sinn auf Licht zu „hoffen“. Das bekannteste Beispiel aus dem Biologieunterricht ist die Feuerbohne (Phaseolus coccineus), sie bildet „nur“ die Wurzel aus, die den Samen aus der Erde hebt, dort bleiben die Keimblätter im Samen, das Hypokotyl (Keimstängel; Übergang von der Wurzel zum Stängel) streckt sich nur wenig. Sobald der Samen die Erdoberfläche durchbrochen hat, wächst das Epikotyl, der erste blattlose Sprossabschnitt einer Pflanze. Die Keimblätter sind also mit dem Rest der Samenschale dicht über dem Boden.

Sonntag, 9. März 2008

Rasentagebuch - Tag 5

Wer hätte das gedacht, uf der Packung steht „Keimung7-10 Tage bei 15 °Celsius und heute am Tag 5 ist es schon so weit, die Saat fängt an zu keimen. Bei einigen Samen sind die ersten Wurzeln zu erkennen, während bei anderen die ersten Keimblätter die Hülle durchbrechen und sich zur Sonne hin ausrichten. Leider kann ich noch nicht sagen, welche Samen zu welcher Rasensorte gehören, also lassen wir uns überraschen.

Auf den Bildern sind die Veränderungen mit roten Kreisen markiert damit sie einfacher zu finden sind.

Freitag, 7. März 2008

Rasentagebuch - Tag 5 - Welsches Weidelgras

Welsches Weidelgras (Lolium multiflorum L.)
Auch: Italienisches Raygras, Italienisches Weidelgras, Vielblütiges Weidelgras oder Vielblütiger Lolch.
Gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae)

Das Welsche Weidelgras ist ein horstbildendes Obergras mit begrannten Ähren und rauen Halmen. Ihre Blütezeit ist von Mai bis Juli. Das Gras wächst auf feuchten, nährstoffreichen Böden und bevorzugt humose Böden, speziell an Wegrändern, Schuttplätzen, ruderal beeinflusste Frischwiesen und Äckern. Es gehört zu den wichtigsten Weidegräsern und wird auch im so genannten Landsberger Gemenge, einer Saatmischung, die sowohl dem Futtergewinn, als auch der Bodenverbesserung dient, verwendet. Ursprünglich war es im Mittelmeerraum und Kleinasien beheimatet, inzwischen kommt es in nahezu allen gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel vor.

Einzelne Pflanzen können bis zu 1 m groß werden und bis zu einem Meter tief wurzeln. Die einzelne Ähre kann bis zu 30 cm groß werden und besitzt 20-30 wechselständige Ährchen, die zur Blütezeit fast wagerecht abstehen. Jedes Ährchen bildet 10 bis 20 Blüten aus, deren Deckspelze im Normalfall begrannt ist.

Rasentagebuch - Tag 3

Wie nicht anders zu erwarten war, ist an den ausgebrachten Samen noch keine Veränderung zu entdecken.

Mittwoch, 5. März 2008

Rasentagebuch - Tag 1

Der Rasen wurde nach Anleitung in eine Schale mit leicht feuchter, humusreicher Erde ausgebracht. Anschließend wurde noch einmal gewässert. Die Schale steht nun auf einer Fensterbank Richtung West-Süd-West, durch das ausreichend Sonne und Licht fallen sollte.


Dem Keimen steht also nichts mehr im Wege.


Rasentagebuch

Vorbereitung

An dieser Stelle entsteht ein „Rasentagebuch“, welches die einzelnen Wachstumsphasen von Samenpflanzen beschreiben soll. Es soll gezeigt werden, was wann und wie mit den (Rasen-) Samen passiert.

Der Rasen für den Versuch ist eine Fertigmischung von einem örtlichen Discounter verwendet. Es ist ein so genanntes Heimtier- und Ostergras, das ganzjährig in Schalen und Töpfen ausgesät werden kann und sowohl zu Dekozwecken, als auch als Frischfutter verwendet werden kann. Die Saat ist eine Mischung von 40% Welsches Weidelgras, 20% Wiesenlieschgras und 40% Deutsches Weidelgras. Das Saatgut ist ein zertifiziertes Saatgut, dessen bei richtiger Lagerung garantierte Keimfähigkeit bis Oktober 2008 angegeben wird. Es kann also davon ausgegangen werden, dass alles funktioniert

Die Saat soll nach 7-10 Tagen keimen, sofern sie warm (über 15° C) und hell steht und ausreichend feucht gehalten wird.

Also lassen wir uns überraschen. In den nächsten Tagen folgen Fotos und Berichte zum Wachstum.

Samstag, 26. Januar 2008

(Kölner) Robben in Warnemünde

(Kölner) Robben in Warnemünde

Es ist soweit, in wenigen Wochen hat Rostock eine sowohl touristische als auch wissenschaftliche Attraktion mehr. Prof. Guido Dehnhardt wechselt mit seiner Bochumer Arbeitsgruppe „Sensorische und kognitive Ökologie mariner Säuger“ und seinen Robben vom Kölner Zoo an die Ostsee. Der Kölner Zoo stellt seit 1999 eine großzügige Anlage für die Biologen zur Verfügung.

Das Forschungsinstitut wird in diesem Frühjahr nach Rostock umziehen und bereits im März soll das „Meeressäuger-Forschungs- und Informationszentrum“ am Yachthafen Hohe Düne eröffnen. Es wird die wohl größte europäische Robbenforschungsstation werden und bietet den anfangs acht Robben mit dem 40x60 Meter großen Becken ein neues zu Hause. Man darf gespannt sein, wie die ersten Acht Robben auf die Umstellung vom Kölner Süßwasser auf die salzige Ostsee reagieren.



Als Laborgebäude wird ein ausgedientes und entsprechend umgebautes Fahrgastschiff dienen, das nicht nur den Wissenschaftlern ausreichend Platz bieten soll, sondern es auch Besuchern ermöglicht, die Tiere vom ehemaligen Sonnendeck aus zu beobachten. Und so vereint die schwimmende Forschungsanlage nicht nur wissenschaftliche sondern auch touristische belange in bisher wohl einzigartiger Weise.

„Für Rostock und Mecklenburg-Vorpommern ist dies aus wissenschaftlicher und touristischer Perspektive ein ungeheuer interessantes Projekt.“
(Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes)

In Rostock erhielt Prof. Dehnhardt, der bisher als Privatdozent an der Ruhr-Universität Bochum angestellt war, einen Lehrstuhl am Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock. Finanziert wird sein Forschungsprojekt über seine Lichtenberg-Professur der Volkswagenstiftung (Pressemitteilung). Die Universität Rostock erhält damit eine von neun Stiftungsprofessuren.

Die Forschungsarbeit des Biologen beschäftigt sich seit mehr als 10 Jahren mit den bislang nur ansatzweise erforschten Mechanismen der Orientierung von Robben und Seelöwen in ihrem natürlichen Element. Hierbei konzentriert sich die Arbeitsgruppe auf die Barthaare (Vibrissen), die als Sinnesorgan eine wichtige Rolle bei der Navigation und der Jagd spielen. Die bisher an der Bochumer Universität gewonnen Erkenntnisse sollen in Rostock unter anderem mit Freiwasser-Versuchen im natürlichen Lebensraum vertieft werden.

Die Fachschaft Biologie der Uni Rostock hat dem neuen Professor schon vorab "etwas auf den Zahn gefühlt" und ihr Interview zu seinem Werdegang und Plänen im "Sprössling Nr. 9" veröffentlicht


Mittwoch, 23. Januar 2008

Kegelrobben schlafen unter Wasser

Habe eben eine interessante Reportage aus der Reihe „Expeditionen ins Tierreich“ über die nördliche und westliche Nordsee im NDR-Fernsehen gesehen. Das interessanteste war jedoch eine kurze Randbemerkung, die mit Videoaufnahmen belegt wurde. Es wurden unter Wasser schlafende Kegelrobben (Halichoerus grypus) gezeigt.

Die Reportage zeigte schlafende Kegelrobben und diese Tiere schliefen unter Wasser, auf dem Grund, geschützt/versteckt zwischen großen Steinen und Tang. Ich hatte mir noch nie Gedanken darüber gemacht, wie diese Meeressäuger schlafen. Das sie schlafen ist klar, aber wie oder besser wo? An Land, im Wasser? Das sie auf dem Grund schlafen hat mich doch überrascht, denn die können ja nicht ewig da unten bleiben, irgendwann muss ihnen doch die Luft ausgehen.

Leider gab die Reportage keine weiteren Informationen zu diesem Phänomen, also Computer an und selbst recherchiert.

Seehunde und Robben schlafen tatsächlich sowohl an Land als auch im Wasser. Inbesondere bei der Jagd entfernen sie sich oft weit von ihren Schlafbänken und das regelmäßige zurückkehren und dann wieder zur Jagd aufbrechen ist energetisch ungünstig. Also schlafen sie im Wasser. Einige schlafen senkrecht im Wasser stehend, nur Nase und Augen schauen aus dem Wasser, andere lassen sich auf den Grund sinken. Damit sie nicht ertrinken, tauchen sie alle 5-10 Minuten wieder auf um Luft zu holen. Es wurde bewusst "einige" geschrieben, weil die konsultierten Internetquellen leider keine Auskunft darüber geben, ob das Schlafverhalten artspezifisch ist, oder die individuelle Entscheidung des einzelnen Tieres ist. Kegelrobben scheinen jedenfalls, sowohl an Land, also auch senkrecht im Wasser und auch auf dem Grund zu schlafen, was für eine individuelle Entscheidung zu sprechen scheint.

Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass bei Walen, Delfinen und einigen Robben immer nur eine Gehirnhälfte schläft, während die andere wach bleibt und die Schwimmbewegungen steuert. Im Falle einer Gefahr können die Tiere auf diese Weise auch sofort reagieren und müssen nicht, wie der Mensch, erst aufwachen.

Sonntag, 20. Januar 2008

Start

So, es ist soweit. Auch ich habe nun meinen eigenen Blog und kann die Welt mit mehr oder minder wichtigen Dingen versorgen. Geplant ist dieser Blog als News- und Informationsplattform zu meiner aktuellen Wahlheimat Rostock.

Hier sollen in Zukunft Tipps und Informationen zur Stadt, zur Uni und zu weitern Themen, wie der Biologie oder dem Fotographieren, veröffentlicht werden. Über die Regelmäßiglkeit der Posts habe ich noch keine feste Planung. Mal gucken was kommt, es soll ja Spaß machen und nicht in Arbeit ausarten.

Samstag, 19. Januar 2008

Impressum

Für den Inhalt verantwortlich:




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