Samstag, 26. Januar 2008

(Kölner) Robben in Warnemünde

(Kölner) Robben in Warnemünde

Es ist soweit, in wenigen Wochen hat Rostock eine sowohl touristische als auch wissenschaftliche Attraktion mehr. Prof. Guido Dehnhardt wechselt mit seiner Bochumer Arbeitsgruppe „Sensorische und kognitive Ökologie mariner Säuger“ und seinen Robben vom Kölner Zoo an die Ostsee. Der Kölner Zoo stellt seit 1999 eine großzügige Anlage für die Biologen zur Verfügung.

Das Forschungsinstitut wird in diesem Frühjahr nach Rostock umziehen und bereits im März soll das „Meeressäuger-Forschungs- und Informationszentrum“ am Yachthafen Hohe Düne eröffnen. Es wird die wohl größte europäische Robbenforschungsstation werden und bietet den anfangs acht Robben mit dem 40x60 Meter großen Becken ein neues zu Hause. Man darf gespannt sein, wie die ersten Acht Robben auf die Umstellung vom Kölner Süßwasser auf die salzige Ostsee reagieren.



Als Laborgebäude wird ein ausgedientes und entsprechend umgebautes Fahrgastschiff dienen, das nicht nur den Wissenschaftlern ausreichend Platz bieten soll, sondern es auch Besuchern ermöglicht, die Tiere vom ehemaligen Sonnendeck aus zu beobachten. Und so vereint die schwimmende Forschungsanlage nicht nur wissenschaftliche sondern auch touristische belange in bisher wohl einzigartiger Weise.

„Für Rostock und Mecklenburg-Vorpommern ist dies aus wissenschaftlicher und touristischer Perspektive ein ungeheuer interessantes Projekt.“
(Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes)

In Rostock erhielt Prof. Dehnhardt, der bisher als Privatdozent an der Ruhr-Universität Bochum angestellt war, einen Lehrstuhl am Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock. Finanziert wird sein Forschungsprojekt über seine Lichtenberg-Professur der Volkswagenstiftung (Pressemitteilung). Die Universität Rostock erhält damit eine von neun Stiftungsprofessuren.

Die Forschungsarbeit des Biologen beschäftigt sich seit mehr als 10 Jahren mit den bislang nur ansatzweise erforschten Mechanismen der Orientierung von Robben und Seelöwen in ihrem natürlichen Element. Hierbei konzentriert sich die Arbeitsgruppe auf die Barthaare (Vibrissen), die als Sinnesorgan eine wichtige Rolle bei der Navigation und der Jagd spielen. Die bisher an der Bochumer Universität gewonnen Erkenntnisse sollen in Rostock unter anderem mit Freiwasser-Versuchen im natürlichen Lebensraum vertieft werden.

Die Fachschaft Biologie der Uni Rostock hat dem neuen Professor schon vorab "etwas auf den Zahn gefühlt" und ihr Interview zu seinem Werdegang und Plänen im "Sprössling Nr. 9" veröffentlicht


Mittwoch, 23. Januar 2008

Kegelrobben schlafen unter Wasser

Habe eben eine interessante Reportage aus der Reihe „Expeditionen ins Tierreich“ über die nördliche und westliche Nordsee im NDR-Fernsehen gesehen. Das interessanteste war jedoch eine kurze Randbemerkung, die mit Videoaufnahmen belegt wurde. Es wurden unter Wasser schlafende Kegelrobben (Halichoerus grypus) gezeigt.

Die Reportage zeigte schlafende Kegelrobben und diese Tiere schliefen unter Wasser, auf dem Grund, geschützt/versteckt zwischen großen Steinen und Tang. Ich hatte mir noch nie Gedanken darüber gemacht, wie diese Meeressäuger schlafen. Das sie schlafen ist klar, aber wie oder besser wo? An Land, im Wasser? Das sie auf dem Grund schlafen hat mich doch überrascht, denn die können ja nicht ewig da unten bleiben, irgendwann muss ihnen doch die Luft ausgehen.

Leider gab die Reportage keine weiteren Informationen zu diesem Phänomen, also Computer an und selbst recherchiert.

Seehunde und Robben schlafen tatsächlich sowohl an Land als auch im Wasser. Inbesondere bei der Jagd entfernen sie sich oft weit von ihren Schlafbänken und das regelmäßige zurückkehren und dann wieder zur Jagd aufbrechen ist energetisch ungünstig. Also schlafen sie im Wasser. Einige schlafen senkrecht im Wasser stehend, nur Nase und Augen schauen aus dem Wasser, andere lassen sich auf den Grund sinken. Damit sie nicht ertrinken, tauchen sie alle 5-10 Minuten wieder auf um Luft zu holen. Es wurde bewusst "einige" geschrieben, weil die konsultierten Internetquellen leider keine Auskunft darüber geben, ob das Schlafverhalten artspezifisch ist, oder die individuelle Entscheidung des einzelnen Tieres ist. Kegelrobben scheinen jedenfalls, sowohl an Land, also auch senkrecht im Wasser und auch auf dem Grund zu schlafen, was für eine individuelle Entscheidung zu sprechen scheint.

Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass bei Walen, Delfinen und einigen Robben immer nur eine Gehirnhälfte schläft, während die andere wach bleibt und die Schwimmbewegungen steuert. Im Falle einer Gefahr können die Tiere auf diese Weise auch sofort reagieren und müssen nicht, wie der Mensch, erst aufwachen.

Sonntag, 20. Januar 2008

Start

So, es ist soweit. Auch ich habe nun meinen eigenen Blog und kann die Welt mit mehr oder minder wichtigen Dingen versorgen. Geplant ist dieser Blog als News- und Informationsplattform zu meiner aktuellen Wahlheimat Rostock.

Hier sollen in Zukunft Tipps und Informationen zur Stadt, zur Uni und zu weitern Themen, wie der Biologie oder dem Fotographieren, veröffentlicht werden. Über die Regelmäßiglkeit der Posts habe ich noch keine feste Planung. Mal gucken was kommt, es soll ja Spaß machen und nicht in Arbeit ausarten.

Samstag, 19. Januar 2008

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