Montag, 17. März 2008

Rasentagebuch - Tag 12 - Süßgräser

Süßgräser (Poaceae oder Gramineae)

Die für diesen Versuch zum Pflanzenwachstum (Rasentagebuch) verwendeten Gräser sind allesamt Süßgräser, daher wird an dieser Stelle die Familie der Süßgräser kurz vorgestellt. Die Familie der Süßgräser gehört zur Ordnung der Poales und stellt die wirtschaftlich wohl bedeutendste Gräserfamilie dar (Getreide, Weidegräser). Ihre Arten sind weltweit verbreitet.

Halme meist stielrund und mit Ausnahme der Nodien (Ansatzstellen der Blätter) hohl. Jedes Blatt besteht aus einer langen Spreite und einer den Stängel meist umfassenden Blattscheide. Die einzelnen Blüten sind zu Blütenährchen zusammengefasst und diese wiederum sind zu rispen- oder ährenartigen Blütenständen zusammengefasst. Die Ährchen besitzen mindestens eine Hüllspelze und für die Einzelblüten jeweils eine Deckspelze als Tragblatt. Die Deckspelzen besitzen oftmals eine steife Borste (Granne).

Die meisten Arten sind krautig, die bekannteste Ausnahme sind die holzigen Bambusarten, deren Vegetationsperiode nicht nur ein oder mehrere Jahre sondern Jahrzehnte andauern kann.

Zu den bekanntesten Vertreter dieser Familie gehören die Reissorten (Oryzoideae), die Hirse, der Hafer, das Zuckerrohr, die Getreidesorten Weizen, Roggen, Gerste und natürlich die im Rasentagebuch vorgestellten Grassorten Phleum pratense, Lolium perenne und Lolium multiflorum.

Die Süßgräser dominieren heute die terrestrische Vegetation und haben damit auch die Ausbreitung großer Pflanzenfresser und auch des Menschen unterstützt. Auch wenn sich die heute landwirtschaftlich genutzten Arten stark von den Wildformen unterscheiden.

In der deutschen Wikipedia gibt es einen als exzellent ausgezeichneten Artikel zu den Süßgräsern.

Der Name „Süßgräser“ leitet sich vermutlich davon ab, dass diese Gräser sich als Viehfutter eignen, während „saure“ Gräser, wie beispielsweise Seggen nicht gefressen werden.

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