Donnerstag, 20. März 2008

Rasentagebuch - Tag 15

Längenwachstum höherer Pflanzen

Je spezialisierter ein Organismus ist, bzw. je höher er organisiert ist, desto mehr funktionelle spezialisierte Zellen benötigt dieser Organismus.

Bei höheren Pflanzen ist es nun so, dass alle Zellen vom Meristem (Zellteilungsgewebe) erzeugt werden und erst danach morphologisch und physiologisch umgestaltet werden. Dazu gehören das Längen- und Dickenwachstum ebenso wie beispielsweise die Ausbildung spezifischer Zellinhaltsstoffe, so dass man insgesamt drei Phasen des Zellwachstums unterscheiden kann: Zellteilung, Zellvergrößerung und Differenzierung. Gesteuert wird dieses Wachstum über Hormone, so genannte Phytohormone. Diese werden in bestimmten Geweben gebildet und dann zu ihren Wirkungsort transportiert, also genauso wie bei Mensch und Tier.

Das Längenwachstum ist das wohl auffälligste Wachstum und wird hier daher auch besprochen. Die Zellen erweitern sich verstärkt in eine Richtung, so dass die Zelle nicht allgemein ihr Volumen vergrößert, sondern in der Länge gestreckt wird. An diesem Zellwachstum ist entweder die gesamte Zellwand beteiligt, oder nur ein Teil von ihr, im letzt genannten Fall spricht man dann vom „Spitzenwachstum“. Das Zellwachstum wird durch Vakuolenbildung und Wasseraufnahme verstärkt, während das Zellplasma nur in begrenztem Umfang vermehrt wird.

Die Zellen wachsen also aufgrund des erhöhten Zellinnendrucks (Turgordruck), der die Zelle ausdehnt. Der Zellwand werden dabei ständig neue Lagen aus Mikrofibrillen aufgelagert, so dass sie immer gleich dick bleibt. Erst beim Dickenwachstum ändert sich die Wanddicke der Zellwand, wodurch die Zelle zwar ihre Dehnbarkeit einbüßt, aber an Stabilität gewinnt.

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