Montag, 2. Juni 2008

Die Robben sind da

Die neuen Bewohner der Robbenforschungsstation in Rostock Warnemünde sind in der Warnemünder Ostsee. Der Umzug aus den Becken des Kölner Zoos in das wohl größte Freiwasserforschungsbecken Europas, so die Volkswagen-Stiftung, die Prof. Dehnhardt mit einer auf 1,5 Millionen Euro dotierten Lichtenberg-Professur unterstützt, ist beendet und die Robben sind nach einer Nachtfahrt in ihrem neuen Quartier in der Marina Hohe Düne angekommen. In ein paar Tagen, wenn sich die Neuankömmlinge an ihr neues Zuhause gewöhnt haben, sollen die Experimente weitergehen. Die Aussichtsplattform auf der schwimmenden Forschungsstation soll dann für das interessierte Publikum geöffnet werden, um die schöne Tradition Forschung vor Publikum fortzuführen.

Prof. Dehnhardt forscht seit ca. 10 Jahren mit seinen Robben an der Unterwasserorientierung und den damit verbundenen Sinneswahrnehmungen von Seehunden, um herauszufinden warum die Tiere so erfolgreiche Jäger sind, obwohl sie weder gut sehen noch gut riechen können. Die Forscher fanden heraus, dass die Vibrissen, also die Barthaare, der Seehunde ausschlaggebend sind. Sie und die an sie angeschlossenen Sinneszellen sind so empfindlich, dass sie selbst feinste Verwirbelungen von ihr ihnen schwimmenden Objekten detektieren. Damit sind sie deutlich leistungsfähiger als alles was der Mensch bisher auf diesem Gebiet geleistet hat.