Freitag, 10. Oktober 2008

Tipps fuer bessere Bilder #6 – manueller Weißabgleich

Wir bleiben beim Thema „mach es selbst“, also beim Verzicht auf die Automatikfunktion der Kamera. In diesem Beitrag geht es um den manuellen Weißabgleich. Das Licht, das uns umgibt, hat nicht immer dieselbe Zusammensetzung, das abgestrahlte Spektrum beispielsweise einer Glühbirne ist deutlich im roten Bereich, während eine Neonröhre eine ganz andere Farbzusammensetzung abstrahlt. Und die Sonne ist noch spezieller, denn das von dort kommende Licht wechselt auf der Erde seine Zusammensetzung in Abhängigkeit von den Tageszeiten, vom warmen Orange beim Sonnenuntergang in eine Vielzahl Blau-Töne während der stimmungsvollen „blauen Stunde“ 

Das Problem ist nun die Kamera, sie versucht mit dem automatischen Weißabgleich eine neutrale Farbzusammenstellung zu ermöglichen. Aber speziell bei den oben erwähnen Motiven, will man eben diese nicht haben. Ein neutraler Sonnenuntergang sieht halt einfach langweilig aus.

Was macht man? Am Besten macht man alles selbst, man fotografiert ein weißes Blatt Papier und kann dann später am Computer den Weißabgleich daran ausrichten, man weiß ja, anhand des Fotos, wie das Weiß und damit auch die anderen Farben in der Beleuchtungssituation ausgesehen haben. 

Wer nun weniger Zeit und/oder Lust hat, der kann auch die inzwischen vielfach vorhandenen Voreinstellungen an den Kameras verwenden. Dort sind in der Regel einige gängige Situationen (z. B. Sonne, Schatten, Wolken, Glühlampe, Neonröhre, …) abgespeichert. Auch wenn das dann nur noch ein semi-manueller Weißabgleich ist.

Übrigens, man kann auch absichtlich die falsche Einstellung wählen, um durch die Farbverfälschung eine bestimmte Stimmung zu erzeugen.

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