Sonntag, 30. November 2008

Blende

Die Blende ist eine Art Lamellenvorhang in der Kamera und hat zwei wichtige Aufgaben. Sie regelt den Lichteinfall und die Schärfentiefe.

Durch die Blende wird der den Lichteinfall aus dem Objektiv und damit die Menge des Lichts, die auf den Film oder den Sensor fällt, begrenzt. Normalerweise sind die Blenden als Iris- oder Lamellenblende so konstruiert, dass sich die Lamellenbleche so ineinander verschieben, dass der Lichtdurchlass (Öffnung = aperture) enger oder weiter wird und damit das einfallende Lichtbündel kleiner oder größer wird, ohne den Bildausschnitt zu begrenzen. Je kleiner die Blendenzahl desto mehr Licht wird von der Blende durchgelassen.

Merksatz
kleine Blendenzahl
= wenig Blendenvorhang = große Blendenöffnung = mehr Lichtduchlass

große Blendenzahl
= viel Blendenvorhang = kleine Blendenöffnung = weniger Lichtdurchlass


Die Blende ist auch für die Schärfentiefe von großer Bedeutung, denn durch den Öffnungsradius werden auch die Unschärfekreise des Objektivs beeinflusst. Mit zunehmender Blendenzahl (mehr Blendenvorhang = kleinere Blendenöffnung), wird natürlich auch der einfallende Lichtkegel spitzer und damit werden die Unschärferinge des Objektivs ausgeblendet. Der im Foto als scharf wahrgenommene Bereich wird vergrößert sich.

Merksatz
große Blendenzahl
= große Schärfentiefe (= kleine Blendenöffnung)

kleine Blendenzahl
= kleine (geringe) Schärfentiefe (= große Blendenöffnung)


Im fotografischen Sprachgebrauch wird der Begriff „Blende“ auch als Kurzform für die Blendenöffnung benutzt und so wird anstatt von großer Blendenöffnung von großer Blende gesprochen. Dieser Sprachgebrauch ist zwar üblich, kann aber, speziell bei Einsteigern, leicht zu Missverständnissen führen, da ja eine große Öffnung einer kleinen Blendenzahl (und umgekehrt) entspricht.

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