Sonntag, 23. November 2008

Montags am sonnigsten – Mittwochs am wärmsten – Samstags am kältesten

Wir alle kennen es, es ist Wochenende und das Wetter ist mies mit Wolken und Regen. Zumindest gefühlt scheint es immer genau so zu sein. Die Wissenschaftler vom Forschungszentrum in Karlsruhe haben das nun untersucht und sind zu interessanten Ergebnissen gekommen.

Der sonnigste Tag der Woche ist der Montag und nicht etwas der Sonntag, was man beim Namen ja hätte vermuten können. Verantwortlich dafür sind Aerosole, also kleine Ruß- und Sulfatpartikel, die vom Menschen, vom Verkehr und der Industrie in die Umwelt geblasen werden. Diese Partikel dienen in der Atmosphere als Kondensationskerne für Wassertröpfchen, aus denen dann die Wolken entstehen. Dieses geschieht natürlich verstärkt unter der Woche, wenn alle Arbeiten, so dass am Ende der Arbeitswoche mehr Wolken in der Luft sind als Montags, denn Samstags und besonderes am Sonntag sinkt die Aerosolbelastung aufgrund reduzierter oder gar vollständig eingestellter Wochenendarbeit.

Das subjektiv richtige Gefühl konnten die Wissenschaftler mit Hilfe kontinuierlicher Messreihen aus über 15 Jahren und mit über sechs Millionen Messdaten an 12 verschiedenen Orten aus ganz Deutschland belegen. Es ist also ausgeschlossen, dass es sich um regional begrenzte Phänomene handelt, die beispielsweise durch lokale Wärmeemission hervorgerufen worden sein könnten.

Man kann sich diese Forschungsergebnisse zu Wolken, Regen und den Sonnentagen auch im Helmholz-Podcast vom Juni 2008 oder als „Schongewusst“-Ausgabe Nr. 70vom 17. Juni 2008 anhören. Schriftlich wurde dieses Forschungsergebnis übrigens schon im Jahre 2007 beim Innovationsreport und in der Zeitschrift Geophysical Research Letters, Vol. 34 veröffentlicht.

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