Mittwoch, 28. Januar 2009

Weißabgleich

Digitalkameras können auf die Farbtemperatur der Lichtquelle angeglichen werden, dadurch wird es ermöglicht, dass ein weißes Blatt Papier unter den gegebenen Bedingungen auch tatsächlich weiß dargestellt wird.

In einem Raum mit Glühlampen, erscheinen Fotos (ohne Blitz) in einem orange-rötlichen Ton, während Fotos in Räumen mit Neonlampen einen bläulichen Farbstich haben. Dieser Farbstich kann gewollt sein, beispielsweise bei einem Sonnenuntergang, der alles in ein warmes rötliches Licht taucht. Wenn man hier einen perfekten Weißabgleich macht, dann sieht das Bild absolut langweilig aus und kaum jemand erkennt einen Sonnenuntergang.

Automatischer Weißabgleich
Beim automatischen Weißabgleich ermittelt die Kamera die notwendigen Einstellungen, um eine natürliche, also wirklichkeitsgetreue Farbwiedergabe zu gewährleisten. Dabei sucht sie nach einer für sie Weiß erscheinen Fläche, in der Regel die hellste, und das muss nicht immer Weiß sein. Das Resultat sind dann Farbstiche, die nicht immer gewollt sind (Beispiel Sonnenuntergang).

Halbautomatischer Weißabgleich
Bei vielen Kameras kann man eine Vorauswahl der Farbtemperatur treffen. Zum Beispiel Strand, Schnee, Tagslicht, Wolken, Schatten, Neonlampe oder Glühlampe. Das ist natürlich kein exakter Weißabgleich, hilft aber dem Einsteiger bzw. bequemen Nutzer, der Schnappschüsse ohne lange Vorbereitung machen möchte, und solange kein Mischlicht fotografiert wird (Neon- und Tageslicht innerhalb von Gebäuden in der Näher von Fenstern) sind die Ergebnisse meist auch recht gut.

Manueller Weißabgleich
Viele Kameras bieten auch einen manuellen Weißabgleich, dazu fotografiert man unter den vorherrschenden Bedingungen formatfüllend eine Graukarte oder auch einen weißen Gegenstand, zum Beispiel das oben erwähnte Blatt Papier, und speichert diesen Farbwert in der Kamera ab. Der genaue Ablauf ist hersteller- und zum Teil sogar modellspezifisch, daher verweise ich an dieser Stelle nur auf die Anleitung der eigenen Kamera.

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