Mittwoch, 30. Dezember 2009

Feuerwerk fotografieren

Kurz vor Silvester noch schnell ein paar Fototipps, diesmal natürlich zum Thema „Wie fotografiere ich ein Feuerwerk?“ Wer es einfach möchte und eine kleine Kompaktkamera sein eigen nennt, der hat evtl. Glück und diese Kamera hat ein Motivprogramm „Feuerwerk“. Dann einfach die Kamera auf ein Stativ stellen, anvisieren, auslösen, fertig.

Wer kein derartiges Motivprogramm hat, der muss alles von Hand einstellen, andere Motivprogramme wie die Nachtaufnahme oder gar das Nachtporträt helfen nicht. Im Gegenteil, bei diesen Programmen wird in der Regel der Blitz ausgelöst um die Belichtungszeit zu verkürzen und den Vordergrund auszuleuchten, aber genau das wollen wir ja eben nicht.

Also am Besten alles auf manuell stellen, das gilt für alle Kameratypen, egal ob Spiegelreflex oder Kompaktkamera. Auch hier sollte die Kamera auf einem Stativ stehen, da Belichtungszeiten von mehreren Sekunden nicht mehr verwackelungsfrei aus der Hand geschossen werden können. Die besten Einstellungen für die Kamera sind von Kamera zu Kamera verschieden und hängen auch vom Geschmack des Fotografen ab. Aber eine Grundeinstellung mit der schon sehr viel funktioniert bzw. von der aus man sich problemlos weiterhangeln kann, ist die folgende:

  • Um das Bildrauschen zu minimieren den ISO-Wert auf die kleinste Stufe stellen (z. B. ISO 100).
  • Da der Autofokus in der Dunkelheit selten brauchbare Resultate liefert, einfach abschalten und den Fokus manuell auf Unendlich stellen.
  • Möglichst große Blendenzahl wählen um eine hohe Schärfentiefe zu erzielen (z.B. 5,6 reicht auch für dunkle Farben aus, während Blende 11 bei hellen Effekten nur die Effekte mitnimmt und den hellen Rauch weglässt)
  • Die Belichtungszeit via Bulb (Langzeitbelichtung) komplett selbst bestimmen, oder, wenn das nicht möglich ist, auf 1-3 Sekunden einstellen, je nach Geschmack und Motiv
  • Mit Stativ und Fernauslöser arbeiten um Verwacklungen zu vermeiden.
  • Der Kamerastandort sollte so gewählt werden, dass kein Streulicht von Laternen oder anderen Lichtquellen stört und auch keine anderen Personen vor die Linse laufen und er sollte weit genug vom Feuerwerk entfernt sein, dass möglichst viel davon im Bildausschnitt liegt.
  • Für einen interessanteren Bildaufbau nach Möglichkeit nicht nur das Feuerwerk sondern auch etwas von der Landschaft (Gebäude, Brücken, etc.) mit aufs Bild bringen.

Mit diesen Tipps gehört natürlich immer noch eine Portion Glück dazu, aber die Wahrscheinlichkeit einen guten Schuss zu bekommen ist deutlich höher.

Viel Spaß beim Ausprobieren und einen Guten Rutsch

Kommentare:

!i! hat gesagt…

Danke :-)

maika hat gesagt…

bin gerade beim stöbern nach tipps auf dein blog gestoßen. danke für die vielen fototipps.

Caro hat gesagt…

Danke für die Tipps, werde sie heute bei Leuchtturm in Flammen gleich mal ausprobieren.

Aber wo steht man da am besten? Hohe Düne? Strand?

LG Caro

Dirk hat gesagt…

Bei Leuchtturm in Flammen? Entweder auf der Seestraße, auf der Promenade oder am Strand.

Alles hat Vor- und Nachteile: Auf der Seestraße hat man festen Untergrund, meist wenig Wind, es ist also nicht so kalt, dafür stehen viele Menschen um einen herum und ja nach Windrichtung, können Häuserecken im Blickfeld das Feuerwerksvergnügen trüben. Auf der Promenade hat man die Sichtprobleme nicht, man sieht sogar mehr von der Lasershow, aber dafür ist es dort immer gerammelt voll. Was sich auch wieder negativ auswirken kann. Tja, und auf dem Strand? Normalerweise gibt es dort kalten auflandigen Wind, man sieht zwar vom bodennahen Lasereffekten durch die Dünen und die darauf stehenden Menschen nichts, aber man hat einen sehr guten Blick auf den Leuchtturm, den Teepott und das Feuerwerk. Sich auf die Dünen zu stellen und dort alles kaputt zu trampeln halte ich nichts. Auch wenn der Blick bestimmt toll ist.

Man kann auch am Molenleuchtfeuer stehen, aber dann sieht man hinterher nicht die beleuchtete Jahreszahl am Leuchtturm.

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